Rechnungslegung: Konstant hohe Fehlerquote

zurück | Artikel vom: 10.02.2012

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) prüft seit 2005 die Rechnungslegung von Unternehmen, die am regulierten Markt in Deutschland vertreten sind. Im Tätigkeitsbericht 2011 zeigt sich eine konstant hohe Fehlerquote von 25 Prozent.

Im Jahr 2011 hat die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung insgesamt 110 Prüfungen (Vorjahr 118) abgeschlossen, davon 90 Stichprobenprüfungen und 20 Prüfungen, die anlassbezogen oder auf Verlangen der BaFin durchgeführt wurden.

IFRS-Normen bereiten Schwierigkeiten

Die Hauptursachen für die seit fünf Jahren konstant hohe Fehlerquote von 25 Prozent (Vorjahr: 26 Prozent) waren die unzureichende Berichterstattung im Lagebericht, vor allem hinsichtlich etwaiger Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Unternehmenssituation, sowie Anwendungsschwierigkeiten bei einzelnen IFRS-Normen. Die häufigsten Fehler bezogen sich hier auf Unternehmenserwerbe und -verkäufe, Ertragsrealisierung, die Bilanzierung von Finanzinstrumenten und die Kapitalflussrechnung.

Prüfungsschwerpunkte 2012

Die von der DPR festgelegten Prüfungsschwerpunkte für das Jahr 2012, die sich aus den Erfahrungen mit häufig fehlerhaft umgesetzten Normen bzw. bilanziellen Sachverhalten ergeben, liegen – neben den bekannten fehlerträchtigen Sachverhalten – insbesondere bei Bewertungs- und Berichterstattungsthemen im Zusammenhang mit der Staatschuldenkrise.

Der Tätigkeitsbericht kann hier heruntergeladen werden.


(DRP / STB Web)